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Die T-Lymphozyten
erkennen nur membrangebundene Antigene. Dabei reagieren die Rezeptoren der
jeweiligen T-Zelle mit einem dargebotenen Teilstück des Antigens. Diese
Reaktion kann nur stattfinden, wenn das Antigen-Teilstück auf der
darbietenden Zelle an ein Membranprotein gebunden an der äußeren
Oberfläche vorliegt. Die T-Zelle erkennt dabei gleichzeitig dieses
Mebranprotein. An ihnen erkennt das Immunsystem auch körperfremde Zellen,
so daß diese angegriffen werden. Sie werden daher als
Gewebsverträtlichkeits-Proteine (kurz MHC-Proteine von major
histocompatibility complex) bezeichnet. Beim Menschen wird ihre Bildung von
sechs Genen gesteuert. Den zahlreichen möglichen Kombinationen dieser Gene
entsprechend gibt es eine große Zahl von Varianten der MHC-Proteine. Daher
besitzen zwei nicht sehr nahe verwandte Meschen kaum je den gleichen Satz von
MHC-Proteinen. MHC-Proteine, die anders gebaut sind als die körpereigenen,
werden von T-Zellen nicht als solche erkannt. Sie sind daher Fremdproteine und
wirken als Antigene. An MHC-Proteinen kann das Immunsystem also
körpereigene von körperfremden Zellen unterscheiden. Dies ist bei
Gewebs und Orgenverpflanzung von Bedeutung; die fremden MHC-Proteine wirken als
"Gewebs-Antigene" und lösen die Bildung von Antikörpern aus, so
daß verpflanzte Gewebe abgestoßen werden.
Weitere Zellen des
Immunsystems:
An den Immunreaktionen sind weiter Zellen
beteiligt. Mastzellen kommen u.a. in der Nähe von Schleimhäuten vor
und tragen an ihrer Oberfläche Antikörper der IgE-Gruppe. Sie
enthalten in Golgi-Vesikeln Histamin und Serotonin sowie Prostaglandine und
Interleukine. Wird das passende Antigen gebunden, so wird der Inhalt der
Golgi-Vesikeln freigesetzt. Er verursacht eine Erweiterung der
Blutgefäße und verstärkt die Durchblutung des Gewebes, das sich
dadurch rötet. Außerdem häufen sich Lymphozyten und
Freßzellen an, so daß eine intensive Immunreaktion abläuft, die
als lokale Entzündungsreaktion erkennbar wird.
Bestimmt Granulozyten töten solche
Fremdorganismen ab, die für die Aufnahme durch Makrophagen zu groß
sind. Ferner gibt es Zellen, die Fremdorganismen ohne die Mitwirkung von
Antikörper erkennen und vernichten. Sie greifen sogar körpereigenen
Zellen an, wenn deren Oberfläche verändert ist. Diese natürlichen
Killerzellen sind wahrscheinlich verantwortlich für die rasche Vernichtung
neu entstandener Krebszellen, da bei diesen die Zellmembran Veränderungen
aufweist.
Immunreaktion
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