Title:

Immunbiologie

Home
deutsch
  
ISBN: 3804721893   ISBN: 3804721893   ISBN: 3804721893   ISBN: 3804721893 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

Antikörper:

Die Antikörper sind globuläre Proteine. Man sie Immunglobuline (Ig). Sie werden in fünf Klassen eingeteilt; ihre Baueinheiten sind stets gleichartig. Der häufigste und am besten bekannte Typus sind die Immunglobuline G (IgG). IgG-Moleküle bilden 75 bis 80 % der freien Immunglobuline im Organismus. 80 g zellfreies Blutplasma enthält etwa 1 g IgG. Jedes IgG-Molekül hat zwei Bindungsstellen, die so gebaut sind, daß dort nur solche Antigene gebunden werden können, welche die Bindung des betreffenden Antikörpers veranlaßt haben. Ein Anitkörpermolekül verbindet sich also mit zwei Antigen- Molekülen. Besitzt ein Antigen mehr als eine Bindungsstelle für Antikörpermoleküle, so einstehen größere Komplexe (Immunkomplexe). Deren Größe hängt von der relativen Konzentration von Antigen und Antikörper ab. Sie können so groß werden, daß sie nicht mehr löslich sind und dann ausfallen (Präzipitation).


Lymphozyten:

Die Lymphozyten entstehen aus Zellen, die beim Fetus aus der Leber ins Knochenmark wandern und dort zu Stammzellen aller Blutzellen werden.
Wie schon erwähnt erfolgt die Ausdifferenzierung teils im Thymus (T-Zellen), teils im Knochenmark (B-Zellen). Ein erwachsener Mensch besitzt etwa 2.1012 Lymphozyten, die zusammen etwa 1 kg wiegen, sowie etwa 1020 Antikörpermoleküle, die ebenfalls 1 kg des Körpergewichts ausmachen.

  • B-Lymphozyten
... besitzen in ihrer Zellmembran etwa 100 000 Rezeptormoleküle für ein bestimmtes Antigen. Diese Rezeptoren sind gebaut wie Immunglobuline der IgM-Klasse, sind aber Bestandteile der Membran. Jede B-Zelle besitzt nur Rezeptoren mit einer Spezifität, kann also nur ein bestimmtes Antigen erkennen und binden.
Nach der Bindung der Antigen- Moleküle werden diese in die Zelle aufgenommen und intrazellulär gespalten. Teile dieser Moleküle, die noch als Antigenen wirksam sind, werden dann in die Zellmembran der B-Zelle eingesetzt. Die gebundenen Antigene aktivieren T-Helfer-Lymphozyten, die dann ihrerseits B-Lymphozyten zur Teilung anregen.
Nach Aktivierung teilen sich die B-Lymphozyten mehrfach, so daß zahlreiche Zellen gleicher Spezifität entstehen. Diese Tochterzellen differenzieren sich vorwiegend zu Plasmazellen und bilden Antikörper. Von jeder Plasmazelle werden je Sekunde etwa 2000 gleiche Antikörpermoleküle an die Körperflüssigkeit abgegeben. Die Plasmazellen leben nur wenige Wochen. Durch energiereiche Strahlungen werden diese kurzlebigen Zellen geschädigt (Strahlenwirkung auf das Immunsystem). Einige der B-Zellen differenzieren sich zu Gedächtniszellen, die über Jahre hinweg erhalten bleiben. Wenn sie später erneut auf das gleiche Antigen treffen werden sie aktiviert und teilen sich rasch, so daß in viel kürzerer Zeit mehr Antikörper gebildet werden als beim ersten Kontakt. Die zweite Immunreaktion verläuft daher viel rascher und oft heftiger. Gegen verschiedene Erreger bleibt der Mensch deshalb lebenslang immun (z.B.: gegen die Erreger vieler Kinderkrankheiten).
Jeder B-Zell-Klon erkennt nur ein bestimmtes Antigen. Man weiß aber, daß beispielsweise im Körper des Menschen insgesamt gegen Millionen von Antigenen Antikörper gebildet werden können. Also muß es Millionen verschieder B-Zell-Klone im Körper geben.
  
Immunologie: Grundlagen und Wirkstoffe
Siehe auch:
Medizinische Chemie: Targets und Arzneistoffe
Repetitorium Klinische Pharmazie: Arbeitsbuch fü...
Pharmazeutische Technologie - Für Studium und Beruf
Pharmakologie aktiv: 267 Lernkarten zur Prüfungsvorb...
Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Tox...
 
   
 
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Naturwissenschaften/Biologie/Immunbiologie

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum