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Wir empfehlen: | |||||||||||||
Antikörper:
Die Antikörper sind globuläre
Proteine. Man sie Immunglobuline (Ig). Sie werden in fünf Klassen
eingeteilt; ihre Baueinheiten sind stets gleichartig. Der häufigste und am
besten bekannte Typus sind die Immunglobuline G (IgG). IgG-Moleküle bilden
75 bis 80 % der freien Immunglobuline im Organismus. 80 g zellfreies Blutplasma
enthält etwa 1 g IgG. Jedes IgG-Molekül hat zwei Bindungsstellen, die
so gebaut sind, daß dort nur solche Antigene gebunden werden können,
welche die Bindung des betreffenden Antikörpers veranlaßt haben. Ein
Anitkörpermolekül verbindet sich also mit zwei Antigen-
Molekülen. Besitzt ein Antigen mehr als eine Bindungsstelle für
Antikörpermoleküle, so einstehen größere Komplexe
(Immunkomplexe). Deren Größe hängt von der relativen
Konzentration von Antigen und Antikörper ab. Sie können so groß
werden, daß sie nicht mehr löslich sind und dann ausfallen
(Präzipitation).
Lymphozyten:
Die Lymphozyten entstehen aus Zellen, die beim
Fetus aus der Leber ins Knochenmark wandern und dort zu Stammzellen aller
Blutzellen werden.
Wie schon erwähnt erfolgt die
Ausdifferenzierung teils im Thymus (T-Zellen), teils im Knochenmark (B-Zellen).
Ein erwachsener Mensch besitzt etwa 2.1012 Lymphozyten, die zusammen
etwa 1 kg wiegen, sowie etwa 1020 Antikörpermoleküle, die
ebenfalls 1 kg des Körpergewichts ausmachen.
... besitzen in ihrer
Zellmembran etwa 100 000 Rezeptormoleküle für ein bestimmtes Antigen.
Diese Rezeptoren sind gebaut wie Immunglobuline der IgM-Klasse, sind aber
Bestandteile der Membran. Jede B-Zelle besitzt nur Rezeptoren mit einer
Spezifität, kann also nur ein bestimmtes Antigen erkennen und
binden.
Nach der Bindung der Antigen- Moleküle
werden diese in die Zelle aufgenommen und intrazellulär gespalten. Teile
dieser Moleküle, die noch als Antigenen wirksam sind, werden dann in die
Zellmembran der B-Zelle eingesetzt. Die gebundenen Antigene aktivieren
T-Helfer-Lymphozyten, die dann ihrerseits B-Lymphozyten zur Teilung
anregen.
Nach Aktivierung teilen sich die B-Lymphozyten
mehrfach, so daß zahlreiche Zellen gleicher Spezifität entstehen.
Diese Tochterzellen differenzieren sich vorwiegend zu Plasmazellen und bilden
Antikörper. Von jeder Plasmazelle werden je Sekunde etwa 2000 gleiche
Antikörpermoleküle an die Körperflüssigkeit abgegeben. Die
Plasmazellen leben nur wenige Wochen. Durch energiereiche Strahlungen werden
diese kurzlebigen Zellen geschädigt (Strahlenwirkung auf das Immunsystem).
Einige der B-Zellen differenzieren sich zu Gedächtniszellen, die über
Jahre hinweg erhalten bleiben. Wenn sie später erneut auf das gleiche
Antigen treffen werden sie aktiviert und teilen sich rasch, so daß in viel
kürzerer Zeit mehr Antikörper gebildet werden als beim ersten Kontakt.
Die zweite Immunreaktion verläuft daher viel rascher und oft heftiger.
Gegen verschiedene Erreger bleibt der Mensch deshalb lebenslang immun (z.B.:
gegen die Erreger vieler Kinderkrankheiten).
Jeder B-Zell-Klon erkennt nur ein bestimmtes
Antigen. Man weiß aber, daß beispielsweise im Körper des
Menschen insgesamt gegen Millionen von Antigenen Antikörper gebildet werden
können. Also muß es Millionen verschieder B-Zell-Klone im Körper
geben.
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