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Immunbiologie

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Schutzimpfung


Übersteht ein Mensch eine Infektionskrankheit, dann ist er in der Regel sein Leben lang vor einem neuen Ausbruch dieser Krankheit bewahrt. Gedächtniszellen gegen diese Krankheit bleiben also lange erhalten und geben dadurch Schutz vor einer neuen Ansteckung derselben Art; der Körper ist gegen die betreffende Krankheit „immun“ geworden. Auf dieser Tatsache beruht die erstmals von dem englischen Arzt Jenner 1796 angewandte Schutzimpfung zur Immunisierung des Körpers.
  • Bei der aktiven Immunisierung regt man den Körper selbst auf eine für ihn ungefährliche Weise zur Bildung der Antikörper an. Dazu injiziert man abgetötete oder abgeschwächte Krankheitserreger. Diese rufen keine Krankheit hervor, veranlassen aber den Körper zu einer Immunreaktion. Tritt einige Zeit später eine natürliche Infektion durch den Erreger ein, erfolgt sofort eine heftige Reaktion, die den Erreger unschädlich macht. Da Gedächtniszellen sehr langlebig sind, wirkt eine aktive Immunisierung für längere Zeit vorbeugend.
  • Bei der passiven Immunisierung verlegt man die Bildung der Antikörper auf ein anderes Lebewesen und überträgt dessen Serum, in dem die Antikörper enthalten sind, in den Körper des Erkrankten. Die passive Immunisierung dient zur Heilung bereits ausgebrochener Infektionskrankheiten. Durch die von außen zugeführten Antikörper wird der Organismus in seinem Kampf gegen die Erreger unterstützt, bis genügend eigene Antikörper entstanden sind.
Zur Gewinnung von Diphtherieheilserum spritzt man, nach Emil von Behring (1894), Pferden mehrfach Diphtherieerreger ein, sodaß sich im Pferdeblut reichlich Antikörper dagegen bilden. Sie werden aus abgezapftem Blut gewonnen und längere Zeit steril aufbewahrt. Rechtzeitig einem Diphtheriekranken eingespritzt vermag das Heilserum in der Regel den vollen Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Eine passive Schutzimpfung ist normalerweise nur wenige Wochen wirksam. Der menschliche Körper bildet nämlich gegen die Serumproteine des Pferdes seinerseits Antikörper. Diese fällen die fremden Antikörper bald aus. Wird ein zweites Mal Pferdeserum injiziert, fällt die Immunreaktion oft sehr heftig aus (anaphylaktischer Schock). Zur Vermeidung solcher Reaktionen verwendet man bei wiederholter Impfung, zum Beispiel gegen Wundstarrkrampf(??) ein Humanserum oder gereinigte Antikörper.



Anwendungen der Immunreaktion

  
Immunologie, UTB basics
von Michael Martin,
Resch Klaus
Siehe auch:
BASICS Immunologie
Immunbiologie: Eine Einführung (Springer-Lehrb...
Janeway Immunologie
Der Experimentator: Immunologie
Janeway's Immunobiology
The Closer - Die komplette vierte Staffel (4...
 
   
 
     
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